Partner:
Zurück   FIFA 4 LIFE Forum - die Community zur FIFA Serie > Off-Topic Foren > Off-Topic Forum

Dies ist eine Diskussion zum Thema Tarifstreit bei der Bahn im Off-Topic Forum, Teil der Off-Topic Foren Kategorie

: Beide Seiten hatten sich zuletzt unnachgiebig gezeigt: Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) genauso wie die Bahn. Jetzt werden die Bahnkunden ...

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 06.08.2007, 21:12   #1
F4L Team
 
Benutzerbild von Jürgen Klopp
 
Registriert seit: 14.06.2006
Ort: Leipzig
Beiträge: 3.046
Standard Tarifstreit bei der Bahn

Beide Seiten hatten sich zuletzt unnachgiebig gezeigt: Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) genauso wie die Bahn. Jetzt werden die Bahnkunden die Konsequenzen des Streits zu spüren bekommen: Ab Donnerstag wird gestreikt - wenn auch zunächst nur im Güterverkehr.

Die Warnstreiks Anfang Juli waren nur ein Vorgeschmack. Jetzt macht die Lokführergewerkschaft GDL im erbitterten Tarifstreit bei der Bahn Ernst: An diesem Donnerstag soll der Güterverkehr auf der Schiene bundesweit lahmgelegt werden - Auswirkungen auf Personenzüge sehr wahrscheinlich. Einen genauen Zeitpunkt für den angedrohten Streik auch im Personenverkehr gab es aber zunächst nicht.

Ausgenommen ist Sachsen. Dort darf die GDL nicht zum Streik aufrufen. Damit setzte sich die DB Regio Netzverkehr am Montag mit ihren Forderungen in vollem Umfang vor dem Arbeitsgericht Chemnitz durch, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der Gewerkschaft wurden der Aufruf zum Streik und die Durchführung im Gebiet der Bahntochter verboten. Zur Begründung wies die 7. Kammer des Gerichtes darauf hin, dass der von der GDL geforderte eigene Tarifvertrag auch nicht zur Anwendung käme, wenn er durchgesetzt würde. Dem stehe der Grundsatz der Tarifeinheit entgegen. /* '); /* ]]> */

Mehr zum Thema

Bahn: Was Sie beim Streik beachten müssen



Mitfahrzentralen: Bahnfahrer steigen um



Bahn-Streik: Bahn riskiert den Streik





Mit klaren 95,8 Prozent hatten die GDL-Mitglieder zuvor für einen Arbeitskampf gestimmt. Gewerkschaftsboss Manfred Schell zückt damit die schärfste Waffe, um einen Extra-Tarifvertrag für das Fahrpersonal zu erzwingen, gegen den erklärten Willen von Bahnchef Hartmut Mehdorn. Der Abwehrkampf wird für den bundeseigenen Konzern schwieriger. Denn an jedem Tag mit Stillstand drohen Millioneneinbußen.

Beide Seiten weisen sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation zu. Die Verantwortung trage allein der Bahnvorstand, schimpfte GDL-Chef Schell am Montagmittag in Frankfurt. Die Manager hätten sich 140 Tage lang Gesprächen verweigert und seien nach wie vor nicht bereit, auf die Kernforderungen einzugehen: den eigenständigen Tarifvertrag und 31 Prozent mehr Geld. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale konterte am Nachmittag in Berlin an die Adresse der GDL: "Die Funktionäre wollen nicht verhandeln, sie wollen streiken. Daran haben wir keinen Zweifel mehr." Auf das Ultimatum der Gewerkschaft, bis Dienstagabend ein neues Angebot auf den Tisch zu legen, werde man daher nicht eingehen.

Bahn will sich nicht wehrlos ergeben

Wehrlos will die Bahn massive Störungen durch einen Streik aber nicht hinnehmen und wappnet sich schon, den Schaden wenigstens zu begrenzen. Zwar sitzen im Urlaubsmonat August weniger Pendler und Fernreisende in den Zügen als sonst. Doch betroffen wären trotzdem Hunderttausende, denen stundenlange Wartezeiten und Unsicherheit über die Abfahrt ihres Zuges drohen. "Hier wollen etwas über 8000 Menschen, die sich für einen Streik ausgesprochen haben, Millionen Menschen daran hindern, in ihren wohlverdienten Urlaub zu kommen, an ihren Arbeitsplatz zu kommen", beklagte Suckale.

Ziel sei, trotz allem ein zuverlässiges Angebot auf die Beine zu stellen. Frachtkunden aus der Industrie sollen E-Mails mit dem aktuellen Stand bekommen, sagte Logistikvorstand Norbert Bensel. Mit Vorrang solle der Verkehr zu wichtigen Branchen wie Kraftwerken, Autofabriken oder Seehäfen gesichert werden. Doch für die Planer ist das eine schwierige Aufgabe. "Wir wollen Dienstpläne so umstellen, dass streikwillige Lokführer dann eben keinen Dienst haben", sagte Personenverkehrs-Chef Karl-Friedrich Rausch. Sie könnten in weniger als 24 Stunden aktiviert werden - an diese Zeitspanne will sich die GDL halten, wenn Streiks ankündigt werden.

"Wir lassen keinen auf der freien Strecke stehen"

Ob die Methode Erfolg haben wird, muss sich allerdings zeigen. Denn der GDL ist nicht unbekannt, an welchen Knotenpunkten sie Züge stehen lassen muss, um das Netz zu blockieren. "Wir lassen keinen auf der freien Strecke stehen", beruhigte Schell aber schon. Die GDL lasse Personenverkehrszüge zudem bewusst außen vor, um zu zeigen, dass sie nicht die Reisenden bestreiken wolle.

Die Stimmung zwischen beiden Tarifparteien hat sich dennoch weiter aufgeheizt. "Wir hoffen immer noch auf Einsicht", meinte Schell und ergänzte im Scherz: Bis Pfingsten wolle man aber nicht warten, bis der Heilige Geist auf den Bahnvorstand herabkomme. Die Streikkasse sei jedenfalls gut gefüllt - wie lange die Kraft reichen wird, sagte Schell aber nicht. Zugleich brachte die GDL auch die Bundesregierung ins Spiel, die als Eigentümerin der Bahn ein "ernstes Wort" mit Mehdorn sprechen sollte. Im Bahntower verweist man dagegen auf die Tarifautonomie. Und eins hat der Bahnchef im Ringen mit der GDL unmissverständlich deutlich gemacht. "Wir sind nicht erpressbar." /* '); /* ]]> */


Angela Schiller, Sascha Meyer und Bernd Röder/DPA

Quelle:www.stern.de
Jürgen Klopp ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 21:15   #2
Ja
Vorgartenkicker
 
Registriert seit: 15.07.2006
Beiträge: 23
Standard

Ich hab die Befürchtung, dass auch bald der Personenverkehr davon betroffen sein könnte.
Vorerst soll dort noch nicht gestreikt werden, aber da ich mir gut vorstellen kann, dass die Bahn stur bleibt und darauf beharrt, dass die Lokführer keinen eigenen Tarifvertrag bekommen, könnte auch bald der Personenverkehr unter dem Streik leiden müssen.
Ja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 21:20   #3
Moderator
 
Benutzerbild von Kaka
 
Registriert seit: 12.06.2006
Beiträge: 3.250
Kaka eine Nachricht über ICQ schicken
Moderator des Monats April 08 
Standard

Ich kann mir auch vorstellen, warum die Bahn stur bleibt bisher, denn sollte es dazu kommen, dass die Lokführer einen eigenen Tarifvertrag bekommen, dann kann die Ausstiegsklausel des anderen Tarifvertrages, den die Bahn mit den anderen 2 Gewerkschaften geschlossen hat, wahrgenommen werden.
Kaka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 21:40   #4
Super Moderator
 
Benutzerbild von apollox
 
Registriert seit: 10.06.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 20.799
apollox eine Nachricht über ICQ schicken
Moderator des Monats Oktober 07 
Moderator des Monats März 08 
Standard

Falls es einen Streik im Personenverkehr geben wird, müssen sie diesen 24h vor Beginn des Streiks bekannt geben und sagen wo der überall statt findet und das die Streiken kann ich auch verstehen, da die Lokführer echt unterbezahlt sind
apollox ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2007, 21:42   #5
Profispieler
 
Benutzerbild von Nashorn
 
Registriert seit: 20.07.2006
Beiträge: 629
Standard

Leider geht das aber auf Kosten der Bahnkunden, weil die Bahn sich so querstellt.
Insbesondere viele Pendler sind auf die Bahn angewiesen und so kurzfristig eine andere Möglichkeit zu suchen um zur Arbeit zu kommen ist alles andere als leicht.
Nashorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2007, 20:05   #6
Super Moderator
 
Benutzerbild von apollox
 
Registriert seit: 10.06.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 20.799
apollox eine Nachricht über ICQ schicken
Moderator des Monats Oktober 07 
Moderator des Monats März 08 
Standard

Jetzt kommt es zum Streik:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/spo...-a-498962.html
apollox ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2007, 20:19   #7
Vorgartenkicker
 
Registriert seit: 25.11.2006
Beiträge: 13
Standard

Ich hoffe, dass der Vermittler die 2 Parteien wieder zu einer Lösung hinführen kann.
Sollte die GDL am Freitag Recht bekommen, bin ich mir sicher, dass die GDL auch Streiks im Personenverkehr nicht mehr ankündigen würde, weil sie verärgert über die Vorgehensweise der Bahn sind.
Sudoku ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2007, 20:27   #8
Super Moderator
 
Benutzerbild von apollox
 
Registriert seit: 10.06.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 20.799
apollox eine Nachricht über ICQ schicken
Moderator des Monats Oktober 07 
Moderator des Monats März 08 
Standard

Auch wenn die Recht bekommen, sie müssen bahnstreiks 24h vor Beginn ankündigen, das hat das Verfassungsgericht bereit entschieden und die haben das auch akzeptiert
apollox ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks sind an
Pingbacks sind an
Refbacks sind an

Ähnliche Themen für: Tarifstreit bei der Bahn
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Privatisierung der Deutschen Bahn FCK_Betze Off-Topic Forum 3 03.08.2007 02:59


Anzeige
FUT 18 Turniere
PS4-Turnier Dezember 2017 (Viertelfinale)
D89
-:-
Jaap31
CHLO666
-:-
Tommy93
GENClik60
-:-
duda
makanter
-:-
levs
Deadline: 18.12.2017 um 23:59 Uhr
Xbox-Turnier Dezember 2017 (Halbfinale)
PaLiT
-:-
Shortsman
ThisIsBasher
-:-
itzEZYY
Deadline: 18.12.2017 um 23:59 Uhr
PC-Turnier Dezember 2017 (Halbfinale)
El jugador
-:-
Daniel96
Tonikroos1987
-:-
BVBSirus
Deadline: 20.12.2017 um 23:59 Uhr
Anzeige

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 21:04 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.7.2 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0
Powered by vBCMS® 1.2.5 ©2002 - 2017 vbdesigns.de