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10.02.2007, 12:02  

Beitrag #1

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Zasel
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München - Eine Studie bietet erschreckende Erkenntnisse aus der Welt des Leistungssports: Demnach ist Betrug unter deutschen Kader-Athleten weiter verbreitet als bisher angenommen.

Die Studie "Zur Häufigkeit des Dopings im Leistungssport" von Eike Emrich, Werner Pitsch und Markus Klein ergab, dass mindestens jeder vierte deutsche Leistungssportler dopt oder in der Vergangenheit gedopt hat.
Weil die Meldungen um Dopingfälle im Sport in den letzten Jahren erheblich zunahmen, wollten die drei Sportwissenschaftler und ihr Team der Wahrheit auf die Schliche kommen. Wie verbreitet ist das Phänomen Doping wirklich?
Via Schneeballsystem wurden über sämtliche Athletensprecher in olympischen Sportarten Fragebögen an Sportler verteilt. Am Ende waren es 586 anonyme Datensätze deutscher Kader-Athleten, die den Forschern zur Auswertung zur Verfügung standen.
Spezielle Fragetechnik
Erkenntnisse, die den deutschen Sport nicht unbedingt im besten Licht erscheinen lassen. Wie kam man zu diesen Ergebnissen?
"Menschen versuchen natürlich, sich bei Antworten auf peinliche Fragen positiv darzustellen. Deshalb haben wir ein Verfahren angewendet, welches erlaubt, den Anteil der dopenden Sportler im Kollektiv zu ermitteln", beschrieb Sportwissenschaftler Prof. Dr. Eike Emrich von der Uni Saarland das Verfahren im Gespräch mit Sport1.de.
Darum wurde mit Hilfe einer speziellen Fragetechnik (RRT) ermittelt, bei der neben direkten Fragen Zusatz-Instruktionen gegeben worden, die bestimmte Wahrscheinlichkeitsrechnungen gestatteten.
"Maximal 48 Prozent Doper"
Laut Studie liegt der Anteil der Sportler, die sicher gedopt haben, "bei rund 25 Prozent ". Da trotz aller Vorkehrungen von einem Anteil unehrlicher Antworten auszugehen ist, muss mit mehr Dopern gerechnet werden, nach Angaben von Emrich mit "maximal 48 Prozent".
Das würde bedeuten, dass fast die Hälfte aller deutschen Kader-Athleten ihre sportlichen Leistungen manipulieren.
Ferner ergab die Untersuchung, dass besonders Sportler, die sich auf dem Sprungbrett zur absoluten Spitze befinden, häufiger zu verbotenen Mitteln greifen.
Kontroll-Dichte bei Spitzensportlern höher
"Das ist im Übrigen rational. Die Kontroll-Dichte bei denen, die gerade an der Schwelle zum international erfolgreichen Athleten stehen, ist geringer", sagte Emrich und fügt hinzu, dass "der erwartete Nutzen höher ist, wenn der Sportler sich für Doping entscheidet".
Die Sportler dopen sich also an die Spitze und einmal dort angekommen, lassen sie es sein? Aufgrund der hohen Kontroll-Dichte im internationalen Bereich ist das Risiko, erwischt zu werden, in dem Leistungsbereich wahrscheinlicher.
Außerdem kann auch die Konkurrenz im Spitzenbereich nicht ungehindert dopen. Für den Sportwissenschaftler ist der Doper "im Kern ein rational handelndes Individuum", das Kosten und Nutzen genau abwägt.
Schwachstellen im Kontroll-System
Die Ergebnisse dieser Studie sollten die deutsche Dopingfahndung in Angst und Schrecken versetzen. Erst jüngst wurde derselben kein gutes Zeugnis ausgestellt: Der Fernsehbeitrag "Mission: Sauberer Sport – Dopingfahnder im Einsatz" wies beträchtliche Schwachstellen in den Fahndungsmethoden auf.
Die Recherchen der "ARD"-Reportage ergaben, dass allein im vergangenen Jahr rund 400 Doping-Kontrollen nicht stattgefunden haben, weil man über 250 Athleten bei den unangemeldeten Tests gar nicht erst antraf.
Kein Zusammenhang zur Studie
Einen Zusammenhang zwischen dieser Tatsache und der Studie sieht Emrich jedoch nicht: "Ich wäre auch vorsichtig, daraus 400 Dopingfälle zu machen." So kann ein Wohnort-Wechsel, der nicht angegeben oder falsch erfasst wurde, einer der möglichen Gründe sein, warum die Fahnder so oft vor verschlossenen Türen standen.
So hält Emrich vielmehr bürokratische Fehler der NADA für mögliche Gründe. Dass die NADA heilos überfordert und unterfinanziert zu sein scheint, ist kein Geheimnis.
DOSB fordert verbesserte Kontrollen
Und so sieht sich auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zum Handeln gezwungen.
Generaldirektor Dr. Michael Vesper fordert eine Verbesserung der finanziellen Basis der NADA und will für die NADA "ein besseres Marketing initiieren, um die Zahl und Qualität der Trainingskontrollen zu verbessern".
"Es muss aber auch eine bessere Kooperation mit den Spitzenverbänden durchgesetzt werden", machte Dr. Vesper weiter deutlich.
Testpersonen und Mittel einkreisen
Unterdessen hat Emrich, ohne die Methoden der NADA kritisieren zu wollen, persönliche Änderungsvorschläge für die Dopingfahndung parat: "Ich würde nur grundsätzlich die Substanzen kontrollieren, die eine Leistungssteigerung bringen." Obendrein plädiert er für eine zielgruppenspezifischere Kontrolle.
Im Klartext: Man könnte sich eine Menge Zeit und Geld sparen, wenn man die zu testenden Athleten gezielt aussucht und auch wirklich nur auf die Substanzen kontrolliert, dessen leistungssteigernde Wirkung nachgewiesen ist.

Quelle:www.sport1.de
10.02.2007, 15:11  

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oha
11.02.2007, 02:19  

Beitrag #3

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Es ist ziemlich erschreckend,wie viel derzeit im Leistungssport gedopt wird.
Beim Thema Doping fällt einem in der Regel sofort der Radsport ein,aber auch in der Leichtathletik wird wie auch in vielen anderen Sportarten gedopt.
Es gab damals mal einen Skandal um den Deutschen Leichtathleten Baumann,der beschuldigt wurde,gedopt zu haben,angeblich wurde ihm aber etwas in seine Zahnpasta gemischt.
Wobei ich Baumann noch glaube,denn er war immer ein großes Gegner des Dopings.
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